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Klassische Chormusik

Einleitung

Diese Definition der klassischen Chormusik zeigt Anfang und Ende in der Historie, also der Geschichte der klassischen Chormusik.

Definition und Geschichte

Der so genannte gregorianische Choral ist eine Sammlung von lateinischen Gesangstexten aus der Spätantike, welche mit einstimmigen Melodien unterlegt worden sind. Er geht auf Papst Gregor den I. zurück, der Mitte des ersten Jahrtausends im Amt war.

Wie der Name bereits erahnen lässt, finden sich dort die Wurzeln der klassischen Chormusik. In dieser Form war der Gesang noch einstimmig. Im Verlauf des Mittelalters jedoch veränderte sich die Vortragsart mehr und mehr hin zum mehrstimmigen Gesang.

Dadurch wurde es notwendig verschiedene Notationssysteme einzuführen. Im Jahr 1280 wurde dann ein erstes Mensural System eingeführt: die Ars antiqua. Das vorangegangene war ein, noch stark auf die antiken Versmaße bezogenes Modal System. In der Ars antiqua charakterisierten Zahlen die Tondauer und diese gaben die Verhältnisse der Notenwerte untereinander an. Mit der Ars nova folgten im Laufe des 14. Jahrhunderts weitere Veränderungen und Modifikationen des Systems. Die Ars subtilior bildete den Abschluss dieser Ära der beginnenden Chormusik. Ihr folgte jedoch im 15. Jahrhundert ein radikal verändertes, komplett neues System.

Zu Zeiten des Barock konzentrierte man sich in der Chormusik vor allem auf das Übermitteln religiöser Lehren und Glaubensätze. Besonders im Frühbarock und Hochbarock waren es Künstler wie Michael Praetorius oder Claudio Monteverdi, welche diese Art der Chormusik praktizierten.

Die eigentliche Wiege unseres heutigen Verständnisses klassischer Chormusik findet sich dann im Spätbarock. Schon zu dieser Zeit arbeitete man mit einem festen Chorensemble. Allerdings waren die Chöre, zu damaligen Zeiten noch etwas kleiner, als das heute üblich ist. So ist von dem berühmten Komponisten Johann-Sebastian Bach beispielsweise die Arbeit mit einem zwölfstimmigen Chor überliefert.

Während der Klassik rückte die Instrumentalmusik wieder mehr in den Vordergrund, weshalb die Chormusik zu jener Zeit eher weniger beliebt war. Dennoch sind in der Kirchenmusik weiterhin Stücke mit Chören geschrieben worden. So auch von bekannten Vertretern wie Ludwig van Beethoven, Josef Haydn oder auch Wolfgang Amadeus Mozart.

Richtig populär wurde die klassische Chormusik erst in der Zeit der Romantik. In dieser Epoche ist besonders Johannes Brahms hervorzuheben.
Am Ende des 19. Jahrhunderts geschah es dann, dass Gesangsvereine wie Pilze aus dem Boden schossen. Dies erklärt auch, warum viele Vereine, die auch heute noch aktiv sind, eben in jener Zeit gegründet wurden.


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